12. Dezember 2015

Anforderungen ab 1. Jänner 2017

Belegerteilungspflicht ab 1. Jänner 2017

Die Belegerteilungspflicht gilt ab dem ersten Barumsatz (unabhängig davon, ob eine Registrierkassenpflicht besteht oder nicht) für jede Unternehmerin/jeden Unternehmer ab 1. Jänner.

Der Oberste Gerichtshof hat am 09. März 2016 entschieden:

Registrierkassenpflicht ist nicht verfassungswidrig

Ab Jänner 2016 besteht Registrierkassenpflicht. Unter der Registrierkassenpflicht versteht man die Verpflichtung, alle Bareinnahmen elektronischer Registrierkasse, Kassensystem oder sonstigem elektronischen Aufzeichnungssystem einzeln zu erfassen. Außerdem muss jeder Unternehmer einen Barbeleg ausstellen und diesen dem Kunden aushändigen. Der Kunde sollte den Beleg mitnehmen und auch außerhalb des Geschäfts einem Kontrollorgan der Finanz zeigen können.

Betroffen ist jeder Unternehmer mit einem Jahresumsatz über 30 000 Euro und davon über 7 500 Euro in bar einnimmt.
Zu den Barzahlungen zählen auch Zahlungen mit Bankomatkarte, Kreditkarte, usw.

Sonderregelungen wie z.B. „Kalte Hände“-Regelung können Sie hier nachlesen
Sonderregelungen Registrierkassenpflicht

Die Belege müssen für 2016 folgende Merkmale aufweisen:

  • Bezeichnung des Unternehmens
  • Fortlaufende Belegnummer
  • Datum
  • Menge der gekauften Artikel
  • handelsübliche Bezeichnung des Artikels (z.B. T-Shirt, nicht Kleidung)
  • Betrag

Ausnahmen der Registrierkassenpflicht:

  • Umsätze im Freien – (ehemalige „Kalte Hände“- Regelung; bis 30.000 Euro Jahresumsatz, auf öffentlichen Straßen, Plätzen ohne Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten, beispielsweise Maronibrater, Christbaumverkäufer)
  • Bestimmte Umsätze von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben von abgabenrechtlich begünstigten Körperschaften (beispielsweise kleine Feuerwehrfeste)
  • Umsätze in Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten bis zu 30 000 Euro pro Kalenderjahr
  • Kantinenumsätze eines gemeinützigen Vereins bis zu 30 000 Euro pro Kalenderjahr, wenn  diese Kantine nicht mehr als 52 Tage im Kalenderjahr betrieben wird
  • Buschenschankumsätze soweit sie innerhalb von 14 Öffnungstagen im Kalenderjahr erzielt werden und dabei 30 000 Euro nicht überschreiten
  • Warenausgabe- u. Dienstleistungsautomaten bis zu einem Einzelumsatz von 20 Euro (beispielsweise Zigarettenautomat, Tischfußballautomat)
  • Fahrausweisautomaten
  • Onlineshop (keine Gegenleistung durch Bezahlung mit Bargeld unmittelbar an den Leistungsempfänger)

 

Sollte ihr Unternehmen schon eine Software mit Kassenbuch besitzen sind sie 2016 unter Umständen perfekt gerüstet!

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